Quarterlife Crisis – ein neues Modell (Postadoleszenz)

Würde man den Begriff Quarterlife Crisis ins Deutsche übersetzen, so würde er in etwa so viel wie „Viertelleben-Krise“ bedeuten. Auch wenn diese Übersetzung ein wenig missglückt klingt, macht sie doch in groben Zügen klar, worum es sich bei der Quarterlife Crisis handelt – nämlich um eine Krise, die Menschen nach dem ersten Viertel ihres Lebens ereilt.

Geht man davon aus, dass ein Mensch in der heutigen Zeit 80 bis 90 Jahre alt wird, dann ist das erste Lebensviertel in den „Zwanziger Jahren“ vorbei – also dann, wenn ein Mensch zwischen 21 und 29 Jahren alt ist. Diese Altersspanne wird als typische Betroffenen-Gruppe der Quarterlife Crisis verstanden. Menschen, die sich in diesem Alter befinden, haben meist einen wichtigen Lebensabschnitt beendet. Sie haben entweder ihre berufliche Ausbildung oder das Studium hinter sich und befinden sich in einer Phase des Umbruchs. Diese ist geprägt durch Fragen wie:

  • Wo geht mein weiterer beruflicher Weg hin?
  • Will ich Karriere machen?
  • Wie vereinbare ich den Beruf mit meiner Familienplanung?
  • Was ist, wenn ich erst einmal lieber reisen möchte?
  • Will ich die nächsten X Jahre im selben Betrieb arbeiten?
  • Was will ich wirklich?

Von Menschen, die sich gerade in dieser Phase befinden, wird die Zeit der beruflichen Orientierung auch als das „finale Erwachsenwerden“ verstanden.  Mehr Lesen